Der Führerschein ist eine Fahrkarte in die Unabhängigkeit. Pro Jahr geben die Behörden in Deutschland rund 1,6 Millionen neue Führerscheine aus – die meisten davon an junge Leute zwischen 16 und 20 Jahren. Aber etwa jeder Vierte fällt beim ersten Anlauf durch und muss erneut zur Prüfung. Damit Sie optimal vorbereitet in dieses Examen starten, hier die wichtigsten Tipps auf Ihrem Weg zum Führerschein aufgeteilt in fünf Schritte am Beispiel der Fahrerlaubnis für die Klasse B.
A. Zeitplan checken. Wer pünktlich zu seinem 18. Geburtstag durchstarten möchte, sollte sich ein halbes Jahr vorher anmelden. Die theoretische Prüfung ist drei Monate vor dem 18. Geburtstag möglich, die praktische einen Monat. Theoretische und praktische Ausbildung sollten parallel laufen. Seriöse Fahrschulen gehen von etwa 30 Fahrstunden aus (in Großstädten oft mehr). Je nach Talent und Fleiß sind Unterschiede möglich.
B. Fahrschule suchen. Wie viel der Führerschein kostet, hängt von vielen Faktoren ab: von unterschiedlichen Preisen in Städten und auf dem Land zum Beispiel und von den eigenen Fortschritten in der Ausbildung. Vergleichen Sie die Preise von mehreren Fahrschulen miteinander. Wichtig auch: Ist die Fahrschule für Sie gut zu erreichen? Denn im Durchschnitt sollten Sie zweimal pro Woche zum Theorieunterricht und auch zweimal wöchentlich Fahrstunden absolvieren. Richtig teuer wird ein Führerschein übrigens nicht, wenn man die eine oder andere Fahrstunde mehr hinterm Steuer verbringt –sondern sich aus lauter Sparsamkeit zu früh für die Prüfung anmeldet.
C. Üben, üben, üben. Zunächst durchläuft der Fahrschüler eine Art Grundausbildung, bestehend aus Parken, Rangieren, Langsamfahren. Danach steuern Sie schon etwas flotter durch den Verkehr, schließlich kommen die Sonderfahrten. Vorgeschrieben sind bei der Klasse B fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Fahrten bei Nacht. Parallel dazu sollten Sie Theorie büffeln, denn so werden Praxis und theoretische Kenntnisse systematisch vertieft.
D. Prüfung machen. Nur wer die theoretische Prüfung bestanden hat, darf zur praktischen antreten. Sollten Sie den Theorietest im ersten Anlauf nicht schaffen, können Sie ihn frühestens zwei Wochen später wiederholen. Dann fallen noch mal Prüfungsgebühren an. Genauso verhält es sich bei der praktischen Prüfung. Vertrauen Sie am besten auf die Einschätzung Ihres Fahrlehrers, ob Sie schon so weit sind, dass Sie die praktische Fahrprüfung angehen können.
E. Und los geht’s. Alles hat geklappt, Sie haben den Lappen. Dennoch sollten Sie besonnen bleiben! Verzichten Sie auf Angeber-Aktionen vor Ihren Freunden – etwa indem Sie zu viel Gas geben.
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